Dienstag, 15. Juni 2021
Das Vexyr im Lovecrafter
Freitag, 28. Mai 2021
Mittwoch, 19. Mai 2021
Todesengel in Zauberwelten
Andreas Giesbert hat den "Todesengel" für Zauberwelten-Online besprochen:
Sonntag, 9. Mai 2021
Das Vexyr im Bücherbums
Samstag, 1. Mai 2021
Cthulhu Libria Neo
Horror in Eisenbahnen
Mittwoch, 28. April 2021
Der Weg nach Vettseiffen
Adam Hülseweh: Das Vexyr von Vettseiffen
Etwas länger als
ein Jahr ist es her, ganz genau zu Beginn des ersten Lockdown war es, da
brachte mich Tobias Reckermann netterweise bei Jörg Kleudgen für einen Lovecraft-Titel
ins Gespräch. Oder empfahl mich, so ist es vielleicht besser
ausgedrückt. Tobias ist Schriftsteller, kluger Kopf und treibende Kraft hinter
Whitetrain/Nighttrain, wo ich im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder Geschichten
veröffentlichen durfte. Jörg ist Schriftsteller, Betreiber der Goblin-Press,
Sänger der Band „The House of Usher“, hingebungsvoller Förderer des literarischen
Nachwuchses in düsteren Erzählwelten und Herausgeber der Reihe „Lovecrafts
Schriften des Grauens“ im Blitz-Verlag. Unter anderem, natürlich. Der Mann ist nämlich
ein Phänomen, schafft ein unglaubliches Pensum, ist superkreativ, nimmt sich trotz aller
Widrigkeiten Zeit, weiß stets guten Rat und es ist überhaupt eine Freude, mit ihm
zu arbeiten.
Nun wusste ich zwar, weil ich einige Titel der Reihe kannte, dass es in „Lovecrafts Schriften“ nicht um Reproduktions- bzw. Imitationsversuche geht, sondern die Romane eher unter „durch Lovecraft inspiriert/beeinflusst“ laufen, was ja durchaus ein breites Feld öffnet. Dennoch habe ich zuvor gründlich überlegt, ob ich mir zutraue, einen unterhaltsamen und unheimlichen Text zu schreiben, der, erkennbar und im richtigen Maß, der Erwartungshaltung von Stammlesern gerecht zu werden, vom kosmischen Horror Lovecrafts durchatmet wird.
Doch die Bedenken hielten nicht lange an. Es entstand rasch eine Grundidee – ein gottverlassenes Dorf in der Eifel Mitte der Sechzigerjahre, ein Groschenheftverlag mit Lochkartenproblemen und ein leidenschaftsloser junger Mann namens Hans Scheibler, der diese beheben soll – und ich hatte wirklich Lust, das alles umzusetzen. Und somit habe ich mich auf den Weg nach Vettseiffen gemacht. Ob mir unterwegs gelungen ist, was ich mir vorgenommen habe? Entscheidet selbst!
"Das Vexier von Vettseiffen" bestellen? Auf zum Blitz-Verlag
Freitag, 23. April 2021
Welttag des Buches
Mit dem Bücherbus zur Freiheit
Ich war als Kind – wie das vorliegende Foto richtigerweise
vermuten lässt – eine echte Leseratte. Nun kann ich mich leider nicht mehr
erinnern, welches das erste Buch war, das ich allein von vorn bis hinten
gelesen habe und dessen Wörter und Sätze sich in meinem Kopf tatsächlich zu
einer Geschichte zusammenfügten. Schade. Aber ich weiß noch, wie irre stolz ich war,
als ich die letzte Seite umgeblättert habe und am hinteren Buchdeckel rauskam.
Und daran, dass ich Blut geleckt hatte und mehr wollte.
In meiner Kindheit gab es noch keinen sorgfältig von Eltern,
Großeltern, Tanten und Onkeln o.ä. vorkuratierten Lesekanon. Was mich an Büchern erreichte, glich daher zunächst eher völlig willkürlichem Treibgut,
da es sich allein danach richtete, was zufällig von Älteren geerbt oder zum Geburtstag
oder Weihnachten geschenkt wurde. So war es, bis zum ersten Mal der einmal wöchentlich
haltmachende Büchereibus pneumatisch zischend seine Tür für mich öffnete. Darin
gab es – Ihr kennt das ja selbst oder könnt es Euch denken – besonderes Licht,
besonderen Geruch und besondere Regale mit besonderen Büchern. Und ohne es
richtig zu bemerken, entdeckte ich die Freiheit, mir meine Lektüre selbst
aussuchen zu können, auch wenn das zunächst aus dem schmalen Angebot
altersgemäßer Bücher noch keine so große Sache gewesen sein kann. Dennoch wurde
dadurch Lesen zu etwas Persönlicherem als zuvor und führte zu Ausflügen und
Fluchten im Kopf, die selbstbestimmt waren. Eine sehr wichtige Sache, finde
ich.
Als ich auf die weiterführende Schule kam, gab es direkt daneben
eine Stadtteilbibliothek, diesmal nicht auf Rädern, sondern in einem richtigen
Gebäude. Es dauerte nicht lange (ich tippe rückblickend auf das siebte
Schuljahr), da gab es die durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete Kunde, dass
man aus der Abteilung für Erwachsene, wenn man sich geschickt anstellte, 1A Horror-Bücher von Stephen King ausleihen konnte. Und das ging so: Zuerst musste sichergestellt
sein, dass eine bestimmte Mitarbeiterin Aufsicht hatte, die es nicht ganz so
genau nahm. Man durfte nämlich erst, ich weiß nicht mehr ab welchem Alter,
vermutlich 14 oder 15, in den Erwachsenenbereich. Deshalb galt es, forsch und
selbstbewusst statt nach rechts zu den Kinder- und Jugendbüchern nach links abzubiegen
und, als hätte man nie etwas anderes getan, die verbotenen Früchte aus dem
Regal zu holen und damit lässig zum Ausleihschalter zu gehen. Dort musste man im
Falle einer Nachfrage das umgerechnete Geburtsjahr parat haben und auf das Beste
hoffen. Das war ungefähr so, wie es sich später anfühlte, sich mit einem geborgten Personalausweis in einen Club zu schleichen. Adrenalin pur. Obwohl meine Eltern
eher streng waren und beispielsweise die Bravo bei uns zuhause verboten
war, wäre ihnen nie in den Sinn gekommen, zu kontrollieren, was wir für Bücher
ausliehen. Was für ein Glück!
Welttag des Buches – yeah! Ich feiere euch, Bibliotheken, Bücherbusse und Beide-Augen-Zudrücker*innen. Auf die Freiheit, die Vielfalt und den Thrill!
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Herzlich Willkommen "Hermit, der Froschbarbar" NEUE STERNE - außen Frosch, innen auch. Als Thomas Hofmann, seines Zeichen Redakt...


















