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Samstag, 29. November 2025

Mollusca Obscura

 Lovecraftian Horror in ... Neuseeland?


Here's looking at you, Kid.

Lovecraft ist nicht unbedingt die erste Assoziation, die man mit Neuseeland hat, oder? Das ging zumindest mir so, als ich das Land bereiste. Fantasy, na klar, Herr der Ringe-Vibes allüberall. Ansonsten wunderschöne wilde Landschaft, nette Menschen, leckerer Kaffee, unsichtbare Kiwis, man kennt das ja. Ich hätte also auf keinen Fall gedacht, dass mich an der Westküste der Südinsel die Lovecraft-Mollusken-Muse mit ihren feuchtkalten Lippen küssen würde. Aber der Pazifik ist hier sehr tief und der Blick nach R’lye unverstellt. Man kann es sich nicht aussuchen.


Ich bin der Welt abhandengekommen, mit der ich sonst so viele Zeit verdorben


Lovecraft und Neuseeland – Moment, da war doch was. Ja richtig, Call of Cthulhu: Die Emma stach von Auckland aus in See, die Alert von Dunedin. Beide folgten dem Ruf und landeten in R’lye. Das war 1925. Und nun, 2025, hundert Jahre später: ein neuer Ruf. Oder nur ein unterseeisches Grunzen? Jedenfalls kein Zufall.

Dass die Geschichte von der Idee bis zum Druck in so kurzer Zeit realisiert werden konnte, verdanke ich dem Blitz-Verlag. Und ein bisschen mir selbst, weil ich alles rappzapp innerhalb von knapp vier Monaten niedergeschrieben habe. Sportliche Deadline, aber das hatte ich mir so ausgesucht. Und außerdem Alexander Schmalz. Es ist gut, einen Historiker im Haus zu haben. Wir haben viel gelernt über die Schlacht von Gallipoli, Zerstörer im ersten Weltkrieg und neuseeländische Heimatmuseen. Unter anderem. Aber lest das ruhig mal selbst.


Handlungsort Kaikoura.
Wo man prima maritimes Leben vom Strand aus beobachten kann.


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Freitag, 8. November 2024

Kryptologicae



Verborgene Bibliotheken mit versteckten Büchern, Steintafeln und Manuskripten, gefährliche Notizhefte und eine Geschichte, die sich gegen ihre Auslöschung wehrt.
Wer sich auf den Weg macht, unaussprechliche Geheimnisse zu ergründen, sollte seinen Verstand in Neopren hüllen, denn es geht abwärts, bis das Wasser am Hals steht und Feuchtigkeit aus der Wahrheit geatmet werden muss.
Vorsicht ist geboten. Unterwegs könnte man sich selbst abhandenkommen, von bösen Drillingen in die Irre geführt werden oder der wirkmächtigen Ziegenmilch Shub-Nigguraths erliegen.
Novellenkreis, 237 Seiten, 12,95 Euro, erschienen im Blitz Verlag

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Vom Stein von Rosetta zu Kryptologicae



Der Stein von Rosetta im British Museum

„Der Stein von Rosetta“ – ich weiß nicht mehr genau, wem aus dem Team Feuerernte die Idee kam, ihn zum Thema des nächsten Novellenbandes zu machen, doch ich erinnere mich gut, dass sie sofort auf fruchtbaren Boden fiel. Der in drei Schriften (ägyptische Hieroglyphen, Demotisch und Altgriechisch) gemeißelte Stein wurde 1799 von einem Soldat der napoleonischen Truppen auf dem Ägypten-Feldzug zufällig im Schutt entdeckt und war eine wissenschaftliche Sensation, da er maßgeblich dazu beitrug, ägyptische Hieroglyphen entschlüsseln zu können. Ein tolles Ding also. Und eines der wenigen weltberühmten Artefakte, das in der Realität tatsächlich größer ist, als man es sich vorstellt. Oder zumindest: als ich es mir vorgestellt hatte. Grundsätzlich ist das eine gute Sache, weil der fast 800 Kilo schwere Stein im British Museum heftig umlagert wird und mit ihm vermutlich mehr Selfies gemacht werden als mit allen Stars bei Madame Tussauds zusammen. Und selbst im größten Trubel ist er ehrfurchtsgebietend, wenn man sich sein Alter vergegenwärtigt und überhaupt das, was das geschriebene Wort zu übermitteln vermag. Etwas kitschig ausgedrückt. Kein Wunder also, dass wir ihn als Autorenteam gern zur Inspiration heranzogen, quasi als Grundstein (haha) unserer Erzählungen. Er hat jedenfalls – mal mehr und mal weniger deutlich – den Weg in unsere Geschichten gefunden.


Shop im British Museum - 
 und das ist noch längst nicht alles, was es da zum Rosetta Stone zu kaufen gibt

Souvenirs, Souvenirs. Der Rosetta-Stein auf Küchenschürzen, Tassen, T-Shirts, Trinkflaschen, Untersetzern, Kugelschreibern, Radiergummis usw. usw., die Regale zum Bersten voll. Aber eben immer nur das eine Motiv. Wäre da nicht vielleicht noch ein kleines Plätzchen frei für ein paar Ausgaben von Kryptologicae? Ich finde, da würden sie hervorragend hinpassen.


Echte Schätze, erste Sätze


Um nicht zu viel zu verraten und nicht zu spoilern, aber trotzdem etwas neugierig zu machen, möchte ich euch mit den jeweils ersten Sätzen der Geschichten versorgen. Als Bilder habe ich ausgesucht, was mit dazu spontan in den Sinn kam. Also auf geht’s:

1. "Der geheime Katalog" von Tobias Reckermann

Fiction begins with Tobias Reckermann

Erster Satz:
"Seit meinem ersten Besuch in einer Leihbücherei, noch bevor ich lesen konnte, habe ich Bibliotheken geliebt."

2. "Collektivsingularis" von Felix Woitkowski

Wenn die Welt absäuft: Rette sich, wer kann!

Erster Satz:
"Mit der ersten Stufe nach unten verließ uns das Grau aus Putz und Beton, das für diesen Wohnkomplex so charakteristisch war. Eine Linie führte waagerecht die Wand entlang und markierte damit den harten Übergang zu einer papiernen Welt alter Nachrichten."

3. "Calibans Stimme" von Christian Veit Eschenfelder

In Calibans Gehirn (Modellbild)

Erster Satz:
"Mit einem Messer in der Hand stand der Junge am Fuß der Treppe, in einem fremden Haus, in das hinein er einem Fremden gefolgt war."
Zu wenig? Noch einen zweiten? Ok, kriegt ihr:
"Hinter ihm auf der Straße erklangen Schreie, die ekstatischen der einen, die vor Entsetzen und Panik der anderen. Sirenen und Alarmanlagen kreischten, Läden wurden geplündert, Schaufenster eingeschlagen, Menschen aus ihren Häusern auf die Straße gezogen."

4. "Die sieben Mysterien des Voynich-Manuskripts endlich gelöst: wer es schrieb und was es bedeutet, kein Scheiß! Der letzte Plot-Twist wird dich umhauen!" von mir

Frauen bei der Arbeit im geheimnisvollen Voynich-Manuskript.
Anleitung: Bilder angucken, Text bitte laut vorlesen!

Erster Satz:
"Ja, okay, ist jetzt echt nicht so, als ob ich nicht verstehen würde, wenn sich gegen diese Überschrift spontan Widerstand in dir regt, sie kommt ja selbst mir auf den ersten Blick reichlich überselbstbewusst vor, ein vor pappsatter Vollmundigkeit geradezu rülpsendes Versprechen, eine Art billiger Clickbait – reißerische Überschrift, Neugierlücke usw. – nur eben nicht online, sondern altmodisch auf Papier und als Teil dieser Anthologie."

Mittwoch, 27. April 2022

Neuauflage

 "Die Zeit der Feuerernte"


2020 erschien der Novellenband unter Herausgeberschaft von Tobias Reckermann als Privatdruck bei Whitetrain und war bald darauf vergriffen. Schön also, dass er nun noch einmal im Blitz-Verlag zu neuem Leben erweckt wird.



Mein Beitrag heißt "Der Kaschelott". Ebenfalls in Weltenrissen unterwegs sind meine Schriftstellerkollegen Erik R. Andara, Christian Veit Eschenfelder, Tobias Reckermann und Felix Woitkowski. Guckt gern mal:

Dienstag, 16. November 2021

NEUER STERN 74

 Rezension von Thomas Hofmann




Der NEUE STERN ist ein privater Rundbrief des Andromeda Science Fiction Stammtischs. Herausgeber und Redaktions-Alien ist Thomas Hofmann.
Bei Interesse E-Mail an: phantastische.ansichten@web.de

Das Vexyr bestellen? Hier!

Mittwoch, 3. November 2021

phantastisch!

Andreas (Arthur Gordon) Wolf hat "Das Vexyr von Vettseiffen" für das Magazin phantastisch! resenziert:



Direkt zu den Rezensionen der 84. Ausgabe? Hier!

Samstag, 18. September 2021

"Der Todesengel" bei Creepy Creatures Reviews

 Wohliger Grusel geeignet für gemütliche Herbsttage


meint Florian Jung auf seinem Youtube-Blog "Creepy Creatures Reviews". Guckt gern mal rein und wenn Ihr schon mal da seid, könnt Ihr ja überlegen, ob es sich nicht lohnt, diesen Channel zu abonnieren. Ich finde nämlich ja.




Dienstag, 17. August 2021

Grinsender Sommer

 Halber Kapitel's sommerliche Lesefreuden


Ich weiß, was Matthias Heße alias Halber Kapitel diesen Sommer getan hat. Nämlich viel gelesen.Nach der Ferienpause hat er nun auf seinem Bücherbums-Blog darüber geschrieben:


Ein bisschen was von diesem Lesesommer hab ich mal gekapert - schlimme Eitelhkeit - nämlich das, was mich betrifft. Zum einen geht es um das Cthulhu Libria Neo Magazin und zum anderen um Klub Tropikal.
Guckt gern mal:





Montag, 26. Juli 2021

El Mundo Fantastico

 "Der Todesengel" in der Phantastischen Welt


Elmar Huber hat sich für seinen Blog Phantastische Welt/ El Mundo Fantastico den "Todesengel" genauer angesehen. Gracias!

Dienstag, 15. Juni 2021

Das Vexyr im Lovecrafter

Der "Lovecrafter" ist das Magazin der Deutschen Lovecraft Gesellschaft.
In der Online-Ausgabe hat Andreas Giesbert das "Vexyr von Vettseiffen" besprochen.




Direkt zum Artikel geht es HIER!

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Mittwoch, 19. Mai 2021

Todesengel in Zauberwelten

 Andreas Giesbert hat den "Todesengel" für Zauberwelten-Online besprochen:





Rezension bei Zauberwelten-Online lesen? Hier entlang!

Das Buch "Der Todesengel" kann beim Biltz-Verlag bestellt werden

E-Book und Hörbuch auf allen gängigen Plattformen.

Samstag, 1. Mai 2021

Cthulhu Libria Neo

 Horror in Eisenbahnen


Na ja, ok. Zurzeit denkt man beim Thema des aktuellen Cthulhu Libria Neo Magazins eventuell doch eher an die alltäglichen Schrecken des Bahnverkehrs, zuvöderst zu Nennen das stundenlange Tragen von Mund- und Nasenschutzmasken. Oder den aus unerfindlichen Gründen nie von der Deutschen Bahn umgesetzten Slogan: "Genießen Sie Ihr Leben. In vollen Zügen."

Darum geht es aber in diesem wunderschön gestalteten Heft natürlich NICHT. Der Horror entfaltet sich glücklicherweise auf anderer Ebene. Das Sujet hat es wirklich in sich.
Auch ich bin im Magazin enthalten und zwar mit der Kurzgeschichte "Die Großen Alten würfeln nicht", in der Heinzi (den der/die eine oder andere eventuell aus Vettseiffen kennt oder noch kennenlernen wird) einen kurzen Stopover in Köln hat. Einmal und nie wieder, wenn man ihn fragen würde. Zu sehen ist Heinzi in einer zum Niederknien schönen Illustration von Jörg Kleudgen vor dem alten Kölner Hauptbahnhof.



Ganoven-Heinzi am 5.5.1955



Cthulhu Libria Neo 2
Magazin, 331 Seiten, 12,95 Euro
Herausgeber: Jörg Kleudgen & Eric Hantsch
Blitz-Verlag, 2021

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Mittwoch, 28. April 2021

Der Weg nach Vettseiffen

 Adam Hülseweh: Das Vexyr von Vettseiffen



Etwas länger als ein Jahr ist es her, ganz genau zu Beginn des ersten Lockdown war es, da brachte mich Tobias Reckermann netterweise bei Jörg Kleudgen für einen Lovecraft-Titel ins Gespräch. Oder empfahl mich, so ist es vielleicht besser ausgedrückt. Tobias ist Schriftsteller, kluger Kopf und treibende Kraft hinter Whitetrain/Nighttrain, wo ich im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder Geschichten veröffentlichen durfte. Jörg ist Schriftsteller, Betreiber der Goblin-Press, Sänger der Band „The House of Usher“, hingebungsvoller Förderer des literarischen Nachwuchses in düsteren Erzählwelten und Herausgeber der Reihe „Lovecrafts Schriften des Grauens“ im Blitz-Verlag. Unter anderem, natürlich. Der Mann ist nämlich ein Phänomen, schafft ein unglaubliches Pensum, ist superkreativ, nimmt sich trotz aller Widrigkeiten Zeit, weiß stets guten Rat und es ist überhaupt eine Freude, mit ihm zu arbeiten.

Nun wusste ich zwar, weil ich einige Titel der Reihe kannte, dass es in „Lovecrafts Schriften“ nicht um Reproduktions- bzw. Imitationsversuche geht, sondern die Romane eher unter „durch Lovecraft inspiriert/beeinflusst“ laufen, was ja durchaus ein breites Feld öffnet. Dennoch habe ich zuvor gründlich überlegt, ob ich mir zutraue, einen unterhaltsamen und unheimlichen Text zu schreiben, der, erkennbar und im richtigen Maß, der Erwartungshaltung von Stammlesern gerecht zu werden, vom kosmischen Horror Lovecrafts durchatmet wird.



Auch Porzellan hat ihn drauf, den kosmischen Horror, Illustration von Jörg Kleudgen


Doch die Bedenken hielten nicht lange an. Es entstand rasch eine Grundidee – ein gottverlassenes Dorf in der Eifel Mitte der Sechzigerjahre, ein Groschenheftverlag mit Lochkartenproblemen und ein leidenschaftsloser junger Mann namens Hans Scheibler, der diese beheben soll – und ich hatte wirklich Lust, das alles umzusetzen. Und somit habe ich mich auf den Weg nach Vettseiffen gemacht. Ob mir unterwegs gelungen ist, was ich mir vorgenommen habe? Entscheidet selbst!


Vexier, Vexyr, Vexüüür, was ist das überhaupt? Geheimnis! Illustration von Jörg Kleudgen



 "Das Vexier von Vettseiffen" bestellen? Auf zum Blitz-Verlag

Mehr von Tobias Reckermann? Tobias bei Whitetrain

Zu Reckermanns "Gotheim an der Ur" Gotheim im Blitz-Verlag

Jörg Kleudgen, Herausgeber der Reihe Lovecrafts Schriften des Grauens 

zur Band "The House of Usher" Hier entlang














Sonntag, 7. Februar 2021

"Todesengel" als Hörbuch

 Und ob ich schon wanderte


Keine Ahnung, ob Ihr es auch tut. Ich ja. Corona-Spaziergänge mit Podcast oder Hörbuch auf den Ohren. Da passt es für manchen vielleicht gut, dass es „Der Todesengel“ (erschienen im Blitz Verlag) nun auch als Hörbuch gibt. Drinnen mit Heißgetränk auf dem Sofa klingt der natürlich genauso gut. Oder als Begleitung beim Putzen. Oder oder oder. Vorgelesen übrigens von Tim Schmidt.

Hört mal rein:

Donnerstag, 14. Januar 2021

Das Vexyr von Vettseiffen kann vorbestellt werden


Adam Hülseweh strikes again


Mein Pseudonym Adam Hülseweh wandelt auf H.P. Lovecrafts Spuren. Und zwar in der von Herausgeber Jörg Kleudgen betreuten Reihe „Lovecrafts Schriften des Grauens“ im Blitz Verlag.

Worum geht’s?

Vettseiffen, Vettseiffen, da scheißt der Teufel Fett und Seifen so lautet der Beginn eines alten Abzählreims, der sich in den umliegenden Dörfern der Region bis heute erhalten hat. Den reizlosen Ort Vettseiffen mit seiner kargen Vegetation und den eigentümlichen Bewohnern betritt von jeher nur derjenige, der muss. Unnatürliche Kräfte sind dort am Werk und senken Krankheit und Düsternis auf Fremde, die zulange verweilen. Wer das überlebt, dem offenbart Vettseiffen sein uraltes Geheimnis, neben dem die im Dorf verbreitete schaurige Tradition der Verwendung von Leichenwachs als Therapeutikum zur kleinen Absonderlichkeit verblasst.

Der Roman erscheint im April und kann bereits jetzt vorbestellt werden: